Quito: Eröffnung 18 März 19:30 Uhr Casa Humboldt
Guayaquil: Eröffnung 15 April 19:30 UhrCentro Cultural Ecuatoriano Alemán
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Eröffnungen - Internationale Fotoausstellung
Mi 18. März um 19:30 Uhr, Casa Humboldt, Quito 1809 wurde in Ecuador die erste Unabhängigkeitserklärung Lateinamerikas ausgesprochen. 200 Jahre später befindet sich der südamerikanische Kontinent noch immer auf der Suche nach Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und einer kulturellen Identität. Die Ausstellung „Identidad e Independencia“ führt aus diesem denkwürdigen wie zwiespältigen Datum heraus, die Sichtweisen und Reflexionen über das heutige Lateinamerika in einer internationalen Fotoausstellung in der Casa Humboldt, Quito (19.03. – 08.04.2009) und im Centro Cultural Ecuatoriano Alemán, Guayaquil (17.04. – 06.05.2009) zusammen. Fünf Künstlerinnen und Künstlern erzählen in ihren Arbeiten sensibel und von innen heraus ihre ganz persönliche Sicht auf „Identidad e Indenpendancia“ in Lateinamerika. Erstmals in Ecuador zu sehen, sind die Arbeiten der deutschen Fotografien Anne Ackermann. Ihre schwarz-weiß Fotoserie “Filadelfia” entstand 2006 in einer paraguayanischen Kolonie deutschstämmiger Siedler und hinterfragt die Auswirkungen von Kolonialismus und Migration. Die ecuadorianische Künstlerin María Teresa Ponce dokumentiert indes in ihren groß-formatigen Fotografien "Oleoducto" das unaufhörliche und rücksichtslose Vordringen von Erdölgesellschaften in das ecuadorianische Amazonas-Gebiet. Der aus Guayaquil stammende Fotograf Ricardo Bohórquez spürt dem Titel der Ausstellung mit ausdrucksstarken Portraits nach. Er entwirft mit "Retratos" ein vielschichtiges Bild der Lebensumstände der afro-ecuadorianischen Minderheit, den Nachkommen ehemaliger Sklaven, in seiner Heimatstadt. Die Arbeiten des Künstlers Gonzalo Vargas sind in Buenos Aires entstanden und dokumentieren die argentinischen "Kioskos". Reste von Passbildern, collagiert zu neuen Fotos und neuen Gesichtern, bilden das Fundament für die Arbeiten zu "Primer asalto al registro civil" des Künstlers Diego Arias. Durch die Zusammenführung der Arbeiten der vier ecuadorianischen Künstler mit denen von Anne Ackermann in einer Ausstellung werden die divergierenden Blicke auf das heutige Lateinamerika sichtbar. Wie Spiegel beleuchten die Fotografien kulturelle Traditionen und Entwicklungen, setzen sich mit ihnen auseinander, hinterfragen deren Ursprung und Zukunftsfähigkeit, fordern zum Erkennen und Verstehen der eigenen Geschichte und zur grundlegenden Auseinadersetzung mit sich selbst auf. Ein kontroverser, künstlerischer sowie persönlicher Dialog über die Frage „Identidad e Independencia“ in Lateinamerika entsteht und soll am Tag der Eröffnung im Rahmen eines Künstlergespräches mit dem Publikum fortgeführt werden. Die Ausstellung der Arbeiten von Anne Ackermann wird ermöglicht durch das ifa - Institut für Auslandsbeziehungen. |